Geschichte der Erlenbacher Schiffswerft

Modernisierung Zeitplan

2010

Neubau Abfallwirtschaftshalle

2011

2011/12: Sanierung Hellinganlage
2011/12: Überholung Krananlagen

2014

Einführung Qualitätsmanagement ISO 9001-2008

2017

Neue Brennmaschine
Aktuell: Erneuerung Elektrik

2018

Rezertifizierung und Umstellung Qualitätsmanagement auf ISO 9001-2015
Geplant: Neubau Unterkunft für Schiffspersonal

Geschichte der Erlenbacher Schiffswerft

Entstehungsgeschichte

Seit 1668 wurden von der Familie Schellenberger hölzerne Mainschiffe, Schelchen, und kleinere Nachen in der Schifferstadt Wörth am Main gebaut. Der Betrieb wurde 1886 von Anton Schellenberger als alleinigem Inhaber übernommen und dieser begann sofort mit der Modernisierung. Bereits 11 Jahre später im Jahr 1897 begann der Wechsel vom handwerklichen zum industriellen Schiffbau, bei dem er sein erstes eisernes Schiff auf Kiel legte. Aus Platzmangel wurde der Betrieb schließlich im Jahr 1917 auf die gegenüberliegende Mainseite von Wörth nach Erlenbach am Main verlegt und hieraus entstand die Bayerische Schiffbaugesellschaft BSG. Nach 2 Jahren startete der Werftbetrieb in Erlenbach und bereits im Januar 1921 war der erste Stapellauf für ein Kranschiff mit der damals sehr beachtlichen Größe von 1100 Tonnen Tragfähigkeit.

Kriegszeit

Während der Kriegszeit wurde die Arbeit in der Bayerischen Schiffbaugesellschaft nicht niedergelegt. Die BSG baute Marinefährprähme und Artillerieträger für die Kriegsmarine sowie Landungsboote für das Heer. Nach dem Ende des Krieges wurde Erlenbach von amerikanische Truppen besetzt und der Betrieb wurde nach 5 wöchiger Stilllegung mit dem Bau von 19 Fährbrücken wieder aufgenommen. Diese sollten die gesprengten Mainbrücken vorläufig ersetzen.
Kurz darauf begann auch wieder der Schiffbau und Mitte der 50er Jahre stand die BSG mit ihrer Produktion tonnagemäßig an der Spitze aller deutschen Binnenschiffswerften. Ab jetzt baute die Werft auch Seeschiffe. 2 Motortanker für den Atlantikdienst waren die ersten Seeschiffe, die in Bayern produziert wurden. Das größte Seeschiff aus Erlenbach wurde 1959 erbaut, war 88m lang und hatte eine Tragfähigkeit von 2750 Tonnen.

Erlenbacher Schiffswerft

Ab 1990, nach dem Bau von insgesamt 900 Schiffen, war die Bayerische Schiffbaugesellschaft der internationalen Konkurrenz nicht mehr gewachsen. Aus diesem Grund meldete die BSG 6 Jahre später Insolvenz an und wurde dann von der Firma DOMARIN übernommen. Im Zuge dieser Übernahme wurde eine Umfirmierung zur Erlenbacher Schiffswerft zum 01.04.1997 vorgenommen. Dabei ging diese als familieninterne Betreibergesellschaft in den Privatbesitz der DOMARIN-Eigner, Familie Brunner, über. Die Erlenbacher Schiffswerft Maschinen- und Stahlbau GmbH beschäftigt heute 30 Mitarbeiter und 4 Auszubildende. Auf dem 50.000m² Betriebsgelände befindet sich heute eine 102 Meter lange, komplett sanierte Helling. Mit dieser Anlage ist die Werft in der Lage Schiffe mit einer Länge von bis zu 135 Metern an Land zu ziehen. Damit ist sie die einzige Anlaufstelle zwischen Duisburg und Linz für Schiffe in dieser Größenordnung.